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Projektstart für die „Online City Wuppertal“

OCW-WZEs ist soweit: Die Online City Wuppertal geht mit einer Kick-Off-Veranstaltung der Projektpartner am kommenden Mittwoch an den Start. „Integrationspotenziale von Online- und stationärem Handel für Einzelhandelsstandorte im Umbruch“ lautet der etwas sperrige Titel dieses einzigartigen Pilotprojektes, an dem ich mitwirken und meine Expertise einbringen darf. Einfach formuliert: Wir wollen in Wuppertal (Elberfeld) den vermeintlichen Gegensatz zwischen E-Commerce und stationärem Handel zugunsten eines Flächen- und Schulungskonzeptes aufheben und diesen Ansatz skalierbar auf andere Standorte ausarbeiten. Kurz: Wir bringen Online-Händler auf die Fläche und machen den stationären Handel vor Ort multichannel-fit. 

Es kommt nicht oft vor, dass ein Vortrag von mir in derart konkrete Maßnahmen mündet. Zumal ich immer wieder feststelle, dass das Thema Innenstadtverödung und der Strukturwandel im Handel (bis auf diverse BID-Projekte und Vorzeigestädte) die meisten Kommunen – Verbände und Gewerbevereine eingeschlossen – in Schockstarre versetzt oder man versucht, neue Probleme mit alten Mitteln zu lösen. Und weitaus schlimmer empfinde ich die passive Haltung von Städten und Händlern, deren Leidensdruck scheinbar noch nicht groß genug ist, um auf eine rasant sich verändernde Handelslandschaft und neues Konsumentenverhalten zu reagieren. Um so dankbarer bin ich deshalb den Projektkoordinatoren Herrn Volmerig und Frau ten Eicken von der Wirtschaftsförderung Wuppertal, die mit Mut und dem notwendigen Quäntchen Vision nun dem „Bricks & Clicks“-Zeitalter ganz konkret mit einem innerstädtischen Retail-Labor begegnen.

OnCiWup_logo_web

Das offizielle Logo der „Online City Wuppertal“

Das Wunschergebnis, an dem ich in den nächsten Jahren hart mitarbeiten möchte, lautet „Alle haben etwas davon“:

  • die Stadt im Sinne der Positionierung und des überregionalen Wettbewerbs
  • der Handel im Sinne der Erschließung neuer Zielgruppen
  • die Immobilienbranche im Sinne der Revitalisierung von 1b-Standorten
  • die City im Sinne der Attraktivitätssteigerung
  • die Wuppertaler Bürger im Sinne der Service-, Erlebnis- und Sortimentserweiterung

Ich sehe die Online City Wuppertal als einen (von hoffentlich bald noch vielen anderen) kreativen und kooperativen Aufständen gegen Innenstadtverödung und innerstädtischen Substanzverlust. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass es DIE eiermilchlegende Wollmilchsau nicht geben wird. Aber die Zukunft der City und des stationären Handels kann nur „gemacht“ werden. Darauf warten, dass sie über einen hereinbricht, war noch nie eine gute Strategie.

stadtentwicklungspolitikGefördert wird das Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Zu den Projektpartnern zählen neben der Wirtschaftsförderung Wuppertal der Rheinische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband, IG 1 (Interessengemeinschaft Elberfelder Geschäftswelt), das Jobcenter Wuppertal, die Sparkasse Wuppertal, die Credit- und Volksbank sowie die Westdeutsche Zeitung als Medienpartner. Ich werde in den nächsten gut zweieinhalb Jahren regelmäßig im Trendradar über die Online City Wuppertal berichten.

Mehr Infos finden Sie einstweilen in der Westdeutschen Zeitung →

Oder auch auf der Seite der Wirtschaftsförderung Wuppertal →

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