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Digitale Diven: Was Sie über „connected fashionistas“ wissen sollten

Das ist ein Statement zur richtigen Zeit! Anscheinend gibt es in den USA ausnahmsweise gerade mal keine Sexismus-Debatte. Denn zur neuen US-amerikanischen Powerzielgruppe der „Digital Divas“ zählen nicht nur und selbstredend Frauen. Nein, 47 Prozent sind nach einer Studie* der University of Arizona und des IT-Dienstleisters Demandware auch Männer. Ich höre schon den #Aufschrei der Testosteronwelt. Aber gemach! Die Forscher und Namensgeber betrachten die Sachlage durchaus gender-neutral.

27 Prozent der US-amerikanischen und 23 Prozent der deutschen Shopper werden laut oben genannter Studie bereits den digitalen Diven zugeordnet. Die Definition der Digital Divas (DD) sieht wie folgt aus:

An emerging and increasingly influential segment of consumers who are highly engaged with both fashion merchandise and digital technology.

Und was sie in unserem Zusammenhang so interessant macht: Sie lechzen förmlich nach Multichannel-Erfahrungen beim Einkauf. Hier die Details (mehr in der unten stehenden Infografik):

  • Sie nutzen zweimal so häufig das Smartphone beim Shoppen wie der Durchschnitt.
  • Sie sind – an Punkt 1 gekoppelt – fünf mal so einflussreich auf Freunde, Familie und Kollegen, wenn es um Konsumempfehlungen etc. geht.
  • Sie beeinflussen und tätigen vor diesem Hintergrund unglaubliche 69 Prozent aller Modeeinkäufe in den USA und in Europa.

Meine Empfehlung: Künftig sollten Sie als stationärer Händler den roten Teppich stolperfaltengeglättet bereits im Web ausrollen, bevor ihnen die digitalen weiblichen wie männlichen Diven beleidigt und naserümpfend den Rücken zukehren. Konsistente Omni-Channeling-Strategie nenne ich es gerne. Und das sollten Sie jetzt bitte nicht als Empfehlung und versteckte Werbung für Demandware, den Auftraggeber der Studie, lesen. Es war auch schon vorher meine Überzeugung. Umgekehrt gilt das natürlich auch. Olaf Kolbrück schilderte vor kurzem im etailment Blog, was auch ambitionierte Online-Händler auf der letzten Meile, d.h. beim Ausliefern, alles falsch machen können.

*Für die Studie von Ende 2012 wurden insgesamt 7413 Online-Befragungen mit Kunden durchgeführt, die in den letzten drei Monaten Modeartikel erworben hatten. Es lagen vier Online-Panels zugrunde: USA (n=3506), UK (n= 1433), Deutschland (n= 1380) und Frankreich (n = 1094). Mehr zur Studie hier 

Bildquelle: Demandware

Bildquelle: Demandware