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Das Ei des Kolumbus: Dioxin-Scan leicht gemacht

Barcoo, die Smartphone-Applikation für erweiterte Produktinformation via Barcode-Scan (erwähnt in SALES DESIGN, S. 51/52 und hier), hat seine Features angesichts des jüngsten Dioxin-Skandals erweitert. So können App-Nutzer ab sofort den Herkunfts-Code auf dem Frühstücksei scannen oder eingeben, um Gewissheit über eine mögliche Dioxinbelastung zu bekommen.

Barcoo zeigt einmal mehr, dass Verbraucher mit neuen Mobil-Technologien nicht nur Rabatte einheimsen können (wie beim Mobile Couponing), sondern mit transparenten Zugängen zu Hersteller- und Herkunftsangaben ein wichtiges Hilfsinstrument für strategischen Konsum, d.h. unter anderem öko-sozial korrekten Einkauf im Supermarkt, an die Hand bekommen haben.

Die zugrunde liegenden Daten werden, laut Barcoo, täglich über die Verbraucherzentrale Hamburg aktualisiert.

Ungeachtet der Möglichkeit, dass die tatsächliche Dimension des Dioxinskandals in Bezug auf Gesundheitsgefährdung medial und politisch aufgebauscht sein könnte (siehe hier Tagesschau.de), zeigt das Barcoo-Beispiel deutlich, wie wichtig künftig Datenbestände unter dem Label und Paradigma „Open Data“ sind.

Diese offenen und für jedermann, vor allem aber für Programmierer, Bürgerinitiativen, Netzaktivisten und Start-ups zugänglichen Daten fließen nicht nur in Produktinformationen und hilfreiche Applikationen wie Barcoo ein. Sie können einer breiten Öffentlichkeit und Institutionen mit verschiedensten Anwendungshintergründen dienlich sein – z.B. bei Reise- und Routenplanungen, für Location-based Services jeder Art oder, wie im Open Data Blog der ZEIT zu lesen ist, für die Feuerwehr.

Eine schöne Übersicht über Anwendungen auf Grundlage von Open Data findet sich im Blog des Beraters Christian Kreutz.