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Kaum designed, schon genäht: Mass Customization macht auch vor Unterwäsche nicht Halt

In der Studie SALES DESIGN berichten wir über das Berliner Designer-Studio Mazooka, in dem der Kunde sein T-Shirt am Web-Editor gestalten und dann auch gleich im Shop vor Ort beim Bedrucken des Shirts zuschauen kann (S. 27). Dass dies kein Nischenkonzept für die Design-Avantgarde ist, zeigen weltweit große Retailer wie das japanische Textilunternehmen Gunze, das das Mass-Customization-Prinzip am Point-of-Sale verankert.

Der Fashion-Retailer Gunze aus Tokio revolutioniert derzeit die Art und Weise, wie Konsumenten Unterwäsche wählen: Die Marke „Body Wild“ wurde mit einem Mass-Customization-Konzept namens „BW fit“ aufgemotzt. Kunden können im Store an Computer-Terminals ihren Lieblingsstoff unter etlichen Optionen aussuchen und ihr Produkt individuell gestalten. Im Anschluss nähen Gunze-Mitarbeiterinnen die Unterwäsche sofort im Laden nach den Kundenwünschen. Wieso gerade die Japaner auf bunte Männershorts stehen – keine Ahnung. Aber es scheint ein wahrer Hype zu sein. Drunter eben öfter mal bunter.