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App-mania: Immer mehr Unternehmen nutzen Apps

Trend-Report 2010

Kapitel „AppsWorld“ im Trend-Report 2010

Wir sprechen in der Studie SALES DESIGN von der „Mediatisierung des Verkaufsortes“. Gerade „Apps“, kleine mobile Helferlein für das iPhone und mittlerweile jedwedes mobiles Endgerät, werden in Zukunft eine wichtige Rolle im mobilen Marketing spielen (mehr dazu auch im Kapitel „AppsWorld“ im Trend-Report 2010).

Für das Seminar „Sales Design“ in der Zukunftsakademie (weiterer Termin siehe hier) haben wir aus diesem Grund eine Praxisübung entwickelt, in der die Teilnehmer eine Applikation entwerfen. Dabei geht es vordergründig nicht darum, diese App auch für ein Unternehmen umzusetzen, sondern eine Marketingstrategie in der „App-Denke“ zu entwickeln. Den Teilnehmer vermittelt diese Übung anschaulich das Prinzip von mobilen Anwendungen für Handys. Außerdem treten Kunden-Nutzen und Mehrwert einer Kampagne deutlich hervor. Vor allem aber wird das Potenzial von Apps deutlich, den Point-of-Sale zu stärken. Insofern sind Apps nicht nur „Spielereien“, sondern konkrete Hebel für den stationären Händler, das Internet für Kundenbindung, Neukundenerschließung und Kommunikation nutzbar zu machen.

Schon heute bieten laut einer Studie der Unternehmensberatung Mind Business Consultants 42 % der Markenunternehmen eine App für das iPhone im Apple Store an. Und das, obwohl der Marktanteil von Smartphones gerade mal bei 13 % in Deutschland liegt (Quelle: Mobile Kompass 2009 des BVDW). Dominiert wird das App-Angebot momentan noch zu 41 % von Produktinfos und zu 33 % von Unterhaltungsangeboten neben nützlichen Alltagshilfen und Shopping-Angeboten. Nicht ohne Grund war die Applikation „Around me“ wochenlang auf Platz 1 der Download-Liste im App Store: Mit einem Klick lassen sich Tankstellen, Restaurants, Shops, Parkplätze etc. in der näheren Umgebung anzeigen. „Around me“ holt so den mobilen iPhone-Nutzer zurück an den Point-of-Sale.

Die Experten von Mind Business erwarten bis 2012, dass der Anteil der Smartphone-Nutzer auf einen Marktanteil von 50 % schnellt. Ebenso werde sich der Download von Apps in den USA von derzeit 975 Millionen bis 2012 auf 6,7 Milliarden erhöhen, das entspricht einer Vervierfachung des Umsatzes mit Apps auf 4 Milliarden US-Dollar.

Besonders interessant ist neben den Umsatz- und Nutzungszahlen der Apps ihre sozialen Auswirkungen auf das Verhalten ihrer Nutzer. Denn iPhone-Nutzer denken anders, das hat das Beratungsunternehmen Gravitytank mit Sitz in Chicago festgestellt: das iPhone verändere seine Nutzer dahingehend, wie sie mit anderen Menschen, aber auch mit Marken in Kontakt treten und was und wie sie kaufen. Apps werden in der Tat als kleine Helferlein angesehen, mit denen der Nutzer seinen Alltag besser organisieren und Dinge einfacher und schneller erledigen kann. Von den 21 Apps, die die befragten Nutzer im Durchschnitt im Monat downloaden, ist jede vierte eine Bezahl-App.

Apps stellen bisherige Werbemechanismen gehörig auf den Kopf. Sie schlagen eine neue, spannende Seite im großen Kapitel „Vom Push- zum Pull-Marketing“ auf.

1 Kommentar
  1. Hallo,

    toller Beitrag der sich ausführlich mit der Thematik „Apps“ beschäftigt. Die Idee eines Seminars, wo den Unternehmen die Möglichkeiten vor Augen geführt werden, ist in diesem Bereich sehr wichtig.

    Die meisten Unternehmen haben bisher die Möglichkeiten noch gar nicht richtig erkannt. Oftmals fehlt Ihnen die Zeit sich eingehend mit der Thematik zu beschäftigen.

    Unternehmen sollten sich vielleicht die Zeit nehmen an solchen Seminaren teilzunehmen, um die oft vielsprechenden Möglichkeiten einmal genauer kennenzulernen.

    Gruß Alexander