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Made in Happy Germany – Kreativnetzwerk für die Region [Interview]

Hinter „Made in Happy Germany“ verbirgt sich eine einfache, doch durchaus zukunftsträchtige Idee. In Anlehnung an die sprichwörtliche Herkunftsbezeichnung, die lange Zeit als Synonym für Wertarbeit stand, verfolgt „Made in Happy Germany“ das Ziel, die Freude am Ver- und Einkaufen in einem netzwerkartigen Konzept zu kultivieren. Das Zukunftsinstitut sprach mit den Machern.

Unter der gleichnamigen Trademark schließen sich unterschiedliche Menschen (Künstler, Designer, Dienstleister, Musiker, Kunsthandwerker etc.) zusammen, um an Verkaufs- und Kulturveranstaltungen teilzunehmen oder um einen Platz im labeleigenen Laden in der Schuhmannstraße von Frankfurt am Main zu bekommen. Somit bietet „Made in Happy Germany“ vor allem für Kreativarbeiter und Selbstständige aus der Rhein-Main-Region eine Plattform, ihre Unikate und Kleinserien zu präsentieren.

Das Besondere: das Ziel, ein „glückliches“, regionales Netzwerk von Kreativen zu schaffen.

Made in Happy Germany 1 Made in Happy Germany 2 Made in Happy Germany 3 Made in Happy Germany 4

Ladeneröffnung: Mai 2006
Mitarbeiter: ein Geschäftsführer, ein Manager, Netzwerk von Kreativen
Ladenadresse: Braubachstraße 15, 60311 Frankfurt NEU: Baumweg 20, 60316 Frankfurt
Homepage: www.madeinhappygermany.de, www.glueckistjetzt.de
Social Networks: Gruppe in MeinVz

Das Zukunftsinstitut sprach mit Jan Philip Johl (JPJ), dem Geschäftsführer, Chermaine Weller (CW), Mitglied im „Nestwerk“ und Tom Snellman (TS), dem Verantwortlichen für Management und Strategie.

Interviewerin: Janine Seitz (ZI)
Ort: Frankfurt
Datum: 07.08.2009
Dauer: gesamt ca. 60 Minuten

Interview mit Jan Philip Johl (JPJ)

ZI: Was macht deinen Shop einzigartig, warum hast du gerade dieses Konzept und das Design gewählt, wann hast du angefangen und wie kamst du auf die Idee?

JPJ: Einzigartig ist schon mal der Name „Made in Happy Germany“. Jeder kennt „Made in Germany“, wir haben das „Happy“ eingefügt und den Namen patentieren lassen. 2004 fing das an und 2006 hatten wir dann alle 45 Klassen. Wir sehen Deutschland nicht als Land, sondern eher als Region und wollen es auch nicht deutschlandlastig machen. Produzenten, die hier leben, sollen auch in der Region produzieren. Das ist die erste Prämisse, dass sie hier ausstellen dürfen. Sie sollen an ihrer Sache Spaß haben und Verantwortung übernehmen, sei es bei ihren Produkten oder Dienstleistungen. Das wird hier in dem Laden gebündelt. Wer hier rein kommt, findet nicht nur einen, sondern um die 20 Aussteller, die sich in ihrer Einzigartigkeit präsentieren. Die Farbe ist natürlich Gold. Das passt auch zu den Zeitungen, die wir als Imitation der „Gelben Seiten“, „Goldene Seiten“ genannt haben. Denn es ist ein Branchenverzeichnis. Wir müssen das natürlich noch mehr kompensieren. Das ist erst der Anfang, diese kleine DIN-A 6 Broschüren, mit jeweils acht Seiten. Man weiß, das sind authentische Menschen, die genau wissen, was sie machen wollen und auch Spaß daran haben. Damit verdienen sie natürlich auch Geld. Gemeinsam ist man stärker. Das ist auch die Idee. Eine kleine evolutionäre Zelle. Natürlich ist es auch eine Sammelstelle. Jeder Einzelne ist einzigartig. Jeder der hineinkommt, bekommt eine Glücksblume geschenkt, auf der steht: Mach dein Ding!, Bleib dran!, oder Schau´s dir regelmäßig an! Es ist zwar ein kleiner Laden, der auch etwas abseits liegt, aber wir sammeln E-Mail-Adressen und haben einen riesigen Stamm. Die schreiben wir dann auch mit unserem Infoletter an. Die Einzigartigkeit ist: Die Bündelungen der vielen einzigartigen Menschen.

ZI: Welche Firmen haben bisher euer Gütesiegel bekommen?

JPJ.: Das bin erst mal ich, mit meiner Glücksblume, die an Fahrrädern befestigt werden kann. Meine Firma heißt „Blümmerling“. Ich versuche immer eine Funktionalität und ein Augenzwinkern in ein Produkt einzubauen. Dann gibt es die Birgit mit ihren Taschen aus alten Kimonostoffen. Die Karla, die es liebt, Kleinlederwaren herzustellen. Sie kommen in unseren Katalog, weil ich die Menschen kenne. Ich bin sozusagen der „Happyness-Controler“. Bei den Dienstleitungen gibt es den Rainer, mit dem ich auch schon Musik gemacht habe. Wir haben eine Jazz-Band, bei der ich der Schlagzeuger bin. Der Viktor spielt Saxofon, aber seine Hauptaufgabe ist zu übersetzen. Außerdem gibt es die Mona, die unser DJ ist.

ZI: Habt ihr ein Konzept, wie z.B. Nachhaltigkeit?

JPJ: Ja, das steht auf unserer Website, in der Zeitung ist es aber noch nicht. Es ist wichtig, dass man bei Nachhaltigkeit auf Produkte zurückgreift, die nachwachsen können, oder dass man keine chemisch belasteten Zusatzstoffe verwendet. Aber so dogmatisch sind wir auch wieder nicht. Wir sagen nicht, nur weil du das nicht einhältst, darfst du nicht in den Laden. Wir müssen da langsam hinwachsen. Die Steckschlösser für meine Blumentaschen werden z.B. in Deutschland gar nicht mehr produziert. Die holt mein Lieferant aus Frankreich. Das finde ich legitim, weil es nicht anders geht. Die Nachhaltigkeit ist:
a) erstmal der Mensch selbst. Wenn er nämlich das macht, was er am liebsten macht, ist es schon die perfekte Nachhaltigkeit. Er kann dann Verantwortung übernehmen. Zusätzlich kommen natürlich die Materialien dazu, die nachwachsend sein müssen. Da gibt es auch die Karma-Konsum-Konferenz, auf der ich war und die ich sehr toll fand.
b) man sollte mit dem Herzen dabei sein. Außerdem sollte man Produkte, die nicht in Deutschland hergestellt werden, per Fair-Trade importieren. Das ist schon eine kleine Schwelle. Das wollen wir jetzt aber als Gütesiegel vermarkten.

ZI: Nach welchen Kriterien wählt ihr eure Partner aus?

JPJ: Das „Happy“ spricht sowieso nicht alle an. Es melden sich nur solche, die damit auch etwas anfangen können. Und genau mit diesen Leuten wollen wir arbeiten. Das ist die erste Schwelle. Dann fragen wir natürlich, ob diese Unternehmen auch in der Region produzieren können. Erst dann vergeben wir unser Gütesiegel. Das kann man dann lizenzieren und muss dafür bezahlen. Wir fangen bei 200 € an, was eigentlich geschenkt ist. Wenn es in die Masse geht, wird immer wieder eine PR gesteckt. Natürlich gibt es die kichernde Masse. Nicht die kritische, sonder die kichernde. Das ist ein bisschen Wortspielerei. Wir wollen ein großes „Nestwerk“ werden. „Nest“ weil man sich kennt und gegenseitig hilft.

Interview mit Chermaine Weller (CW) und Jan Philip Johl (JPJ):

CW: Ich kann mich erinnern, Jan und ich trafen uns an einem Tag und er lud mich für den nächsten Tag in den Laden ein. Ich bin in den Laden gegangen, den ich traumhaft schön fand. Das war ungefähr vier oder fünf Uhr nachmittags und Jan sagte: „Es ist super dass du kommst, wir haben auf dich gewartet. Ich muss mal kurz weg. Hast du nicht Lust so lange den Laden zu betreiben? Ich lass die Schlüssel da und wenn du Lust hast, kannst du bis heute Abend um elf hier bleiben.“ Ich stand ganz verdutzt da, weil ich nicht wusste, wo hier etwas ist. Jan sagte einfach, nimm das, was du denkst.

JPJ: Vertrauen ist bei uns ganz wichtig.

CW: Ja, das war der erste Tag mit ihm. Jan ist dann gegangen und ich dachte, vielleicht sollte ich so gegen sieben Uhr den Laden schließen. Es hat mir aber Spaß gemacht und viele nette Leute kamen herein. Wir haben ein bisschen geredet. Jan hatte draußen eine wunderschöne Bank. Ich kochte Tee und wir saßen ein wenig draußen. Es kamen einige nette Leute vorbei und ich schenkte ein bisschen Tee aus. Ich glaube, bis um neun Uhr schenkte ich Tee aus und es war einfach perfekt. So ist unsere Freundschaft entstanden.

JPJ: Wir haben gerade eine Band gegründet. „The Happy Germanys“. Sie wird unser Sprachrohr sein, um „Made in Happy Germany“ bekannt zu machen. „Made in Happy Germany“ ist das Gütesiegel, das jeder gegen Geld lizenzieren kann. Wir brauchen natürlich auch Geld, um unseren Kühlschrank zu füllen und die Miete zu bezahlen. Ich arbeite 24 Stunden am Tag an „Made in Happy Germany“ und viele fragen mich, was ich denn eigentlich machen würde. Die merken gar nicht, dass ich arbeite. Ich spiele eigentlich, denn das ist mein Leben. Viele müssen dreckige Hände und Schweiß sehen und das gibt es bei uns so nicht. Hier geht es nicht so gezielt um Einkaufen. Ich habe auch schon im Laden Schlagzeug gespielt. Die Leute fanden das ungewöhnlich, haben sich aber in das Buch eingeschrieben. Es kommt nicht jeder in den Laden, weil er auch ein bisschen verrückt oder anders aussieht. Nur Leute, die sich angesprochen fühlen, kommen rein. Die kaufen dann auch meistens etwas. Ich will gar nicht, dass der Laden an einer 1a-Lage liegt.

ZI: Es kommen sicher viele Leute herein, die einfach neugierig sind und nur schauen wollen, was das für ein Laden ist. Sie sind dann sicherlich über euer Konzept verwundert.

JPJ: Ja, bestimmt. Wir suchen einen großen Partner, mit dem wir dann einen größeren Laden mit einer 1a-Lage gründen können. Der Partner muss natürlich dieselben Interessen wie wir haben. Er darf nicht nur Geld machen wollen. Den Laden würden wir dann natürlich ähnlich gestalten. Damit könnten wir auch ein bisschen mehr verdienen, was sicherlich nicht schlecht ist. Das hier ist erst ein Anfang. Das Vertrauen ist sehr wichtig. Ich gebe jedem die Chance. Das merkt man sofort, denn jeder bekommt eine Glücksblume geschenkt.

CW: Ich sehe, wenn ich durch Frankfurt fahre, viele Menschen mit dieser Blume. Ich weiß dann, dass sie Jan kennen. Dadurch entsteht eine Gemeinschaft, was ich sehr schön finde. Der Laden ist wie eine Plattform. Alle können ihre Ideen einbringen.

JPJ: Mein Zahnarzt ist in einem Tennisclub im Vorstand. Alle Mitglieder des Vereins sind sehr locker dabei. Solche Vereinigungen bekommen, weil sie ein soziales Projekt ohne Eigenkapital sind, unser Gütesiegel gratis. Wenn wir mit irgendjemand eine Vereinbarung machen, soll sich jeder dabei gut fühlen. Das ist eigentlich gesunder Menschenverstand. Viele Menschen vergessen das zu oft und denken nur an sich selbst. Deswegen unterstützen wir besonders die Kleinen, aber gewähren den Großen natürlich auch Amnestie. Die großen Firmen müssen nicht nur nachhaltig sein, aber sie müssen ihre Nachhaltigkeit von Zeit zu Zeit steigern. Hier in dem Laden bieten wir auch Ananassaft an, aber in unserem neuen Laden wollen wir dann Kaffee anbieten. Die Leute können hier herkommen, ihren Laptop mitbringen und einfach eine Weile arbeiten und den Laden genießen.

Interview mit Tom Snellman (TS) und Jan Philip Johl (JPJ):

ZI: Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

TS: Es wird in Zukunft zwei Projekte geben. Das Erste ist die Trademark, welche dezent im Hintergrund bleibt und das Zweite ist die Band. Das ist letztendlich ein Lizenzabnehmer unter vielen anderen. Aber natürlich eine Sache für sich. Das promotet auch. Natürlich kann jeder promoten, mit seiner Einzigartigkeit.

ZI: Der Laden wird dann in Bornheim sein?

TS:
Ja, wieder und es gibt jetzt hier viele Produkte.

JPJ: Wobei es weniger wird. Ein „Made in Happy Germany“-Büro gibt es natürlich auch.

ZI: Könnt ihr noch mal etwas über euren Frohmarkt erzählen?

JPJ: Es gibt einen „Happy-Germany-Platz“. Den kann jeder in seiner Stadt gründen, der dann so genannt wird und auf dem man Veranstaltungen machen kann.

ZI: Gab es da keine Probleme mit der Stadt?

JPJ: Wir kennen den obersten Vorstand, den Herr Gangel und er hatte nichts dagegen, denn am Wochenende gibt es hier meistens nur ein Totentanz. Also können wir den Platz nutzen, aber nur jeden ersten Samstag im Monat. Da machen wir immer den Frohmarkt, der jetzt ein Ding des Gesamten ist. Eigentlich kann man da alles machen, was aus dem Herzen kommt. Wir fangen mit den Designer-Frohmarkt nur an. Hier kann man seine Ideen testen. Es gibt neue und auch schon etablierte Ideen.

TS:
In Zukunft, kann es sein, dass es sich ein bisschen wandeln wird und es zu einem Treffpunkt, an dem man Musik macht, werden wird. Manche Leute verkaufen etwas, aber eigentlich versammelt man sich einfach.

JPJ
: Es ist ein bisschen wie Speakers-Corner in England, wobei man sich nicht über irgendetwas beschwert, sondern man versucht, das Schöne zu etablieren. Das kann dann wirklich alles sein.

ZI: Gibt es dort nur Designer oder auch Stände mit Musik oder Essen?

JPJ.: Das mit dem Essen war rudimentär. Das hat noch keiner wirklich verstanden. An Weihnachten gab es einen Glühweinstand. Ein paar Live-Bands haben wir auch schon gehabt, aber momentan geht es mehr um die Produkte. Wir machen das jetzt schon vier Jahre und es darf sich in den nächsten hundert Jahren gerne erweitern.

TS: Es gibt langfristig den Plan, diesen „Happy-Germany-Platz“ auch in anderen Städten zu machen und das man dort auch einen ähnlichen Treffpunkt für Musik, Design und Essen gründet. Das ist aber eine langfristige Planung und wird vielleicht in einem Jahr etabliert.

JPJ: Ich habe vorhin einen amerikanischen Juristen kennengelernt, der viele gute Ideen hat und mit dem wir sicherlich in der nächsten Zeit viel zusammen arbeiten werden. Der steht voll dahinter und glaubt an die Durchsetzung unseres Projektes.

TS: Das ist das Interessante an diesem Projekt. Es kommen Menschen zusammen und man lernt auch viele Leute kennen, denen man sonst eigentlich nie begegnen würde. Jeder hat Ideen, die wir dann gemeinsam besprechen. Jeder bringt eine Sache mit, die von Herzen kommt.

JPJ:
Es kann auch ein Straßenkehrer sein. Der Jurist hat natürlich ein ganz anderes Umfeld und eine andere Sichtweise, aber beide Menschen sind lieb.

TS: Letztes Jahr wollte ich nach Wiesbaden fahren und da traf ich einen italienischen Straßenkehrer. Ich unterhielt mich eine halbe Stunde mit ihm.

JPJ: Das passiert mir auch häufig, weil wir in jedem Menschen etwas Gutes sehen. Wahrscheinlich ist der Straßenkehrer glücklicher als der Jurist.

ZI: Seit wann gibt es den Laden hier?

JPJ:
Seit Mai 2006.

ZI: Und seit wann euren Frohmarkt?

JPJ: Seit Dezember 2006, weil hier der Weihnachtsmarkt ganz in der Nähe ist. Wir haben es einfach mal ausprobiert, weil „Made in Happy Germany“ nach außen hin ein bisschen elitär war. Wir haben den Frohmarkt gemacht, weil hier jeder hinkommen kann. Wir wollten damit zeigen, dass wirklich jeder seine Chance bekommt. Im Laden haben wir kaum etwas verändert, nur bieten wir jetzt weniger Produkte an, weil wir ihn zu selten auffüllen. Auch sind wir sind von zu viel Demokratie zu zwei Entscheidungsfindern gekommen.

TS: Das ist dann einfacher. Wir können an einem Nachmittag Entschlüsse treffen.

ZI: Wenn ihr mehr Entscheidungstreffer hättet, wäre es auch sicher schwieriger alle zusammen zu bekommen.

JPJ:
Das Siegel ist eigentlich das Wichtigste. Wenn man es auf einem Auto oder dem Briefpapier einer Firma findet, weiß man: Die sind authentisch. Man kann sie ansprechen, sie ziehen einen nicht über den Tisch und man weiß, sie machen etwas Gutes. Vielleicht wollen sie auch nicht immer nur Geld verdienen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Wir wissen, dass wir natürlich auch Geld brauchen und gegen viel Geld haben wir natürlich auch nichts. Dann können wir wiederum besser investieren. Es können auch Läden anderer Besitzer sein, die dann ihre Läden umbenennen, weil sie das Konzept gut finden. Ein großer Wunsch von uns ist es, einen Laden in Manhatten zu gründen, weil wir dort auch gerne leben wollen. Es fing zwar alles in Offenbach an, aber es hat irgendwann einfach nicht mehr gepasst. Deswegen sind wir nach Frankfurt Bornheim umgezogen. Wir haben eine „Lachbar“ in unserem Laden, damit man daran erinnert wird, dass man alles gelassen nehmen und auch mal lachen sollte. Was kann uns denn schon passieren? Verhungern können wir nicht.

ZI: Twittert ihr?

JPJ: Nein, wir hatten mal einen Mitarbeiter, der sehr viel getwittert hat. Ich könnte mir vorstellen, dass ich irgendwann einmal twittern werde, aber ich möchte es langsam angehen.

ZI: Welche Aktivitäten betreibt ihr im Internet?

TS: Wir werden erst mal mit Bookmarks anfangen. Aber ob wir selbst aktiv werden ist noch nicht klar, weil Jan nicht so internetaktiv ist.

JPJ: Ich benutze es nur zum Schreiben. Natürlich ist es ein tolles Tool, aber ich will es nicht übertreiben.

TS: Wir werden sehen, ob wir dort aktiv werden wollen.

ZI: Weil ihr gesagt haben, dass ihr Feedback über Twitter bekommen habt. Wollt ihr einen Online-Shop gründen?

TS: Die Idee, einen Online-Shop zu gründen, gab es. Es gab eine lange Diskussion, weil es sehr aufwendig ist, einen Online-Shop zu betreiben. Wir haben das stark auf die Trademarks reduziert. Vielleicht will jemand diese Trademark lizenzieren und damit ein Geschäft aufbauen.

JPJ: Wir überwachen das, weil wir die Happyness-Controler sind. Natürlich kann jeder alles machen, was er will.

TS:
Vielleicht kommt irgendwann jemand, der Lust an der Sache hätte.

JPJ:
Das ist gerade die Idee von „Happy Germany“,  dass man sich gegenseitig ergänzt. Es gibt vielleicht Profis, die das einfach aus dem Ärmel schütteln. Wir schütteln aus dem Ärmel, indem wir einfach diesen Trademark aufsetzen und die Geldeinnahme überwachen.

TS: Das ist für zwei Leute außerdem sehr schwierig. Jedes Projekt braucht sehr viel Verwaltung.

ZI: Arbeitest du vollbeschäftigt?

TS: Zur Zeit mehr oder weniger. Ich schreibe gerade an einem Business-Case. Es wird auf jeden Fall 50% oder mehr sein. Es kommt auf den Arbeitstag an. Ich arbeite jeden Tag 10-12 Stunden. Ein Projekt kann ich nicht lange machen, bei zwei funktioniert es besser. Ich bin sehr selbstständig.


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1 Kommentar
  1. Im Januar 2010 ist der Laden von „Made in Happy Germany“ in den Baumweg 20 nach Frankfurt/Bornheim umgezogen. Unter dem Namen „Glück ist jetzt“ werden nun dort Verkaufsgeschäft und Cafébar vereint.